Das wohl älteste Schmuckstück

Ringe

Gaensebluemchen piccolo Mutter Tochter
Gaensebluemchen piccolo Mutter Tochter

Ich könnte mir vorstellen, dass er mit das älteste Schmuckstück ist und es hat wohl mit einem Gänseblümchen begonnen, das sich zufällig um den Finger wickelte, als sich der Mensch (oder Neandertaler?) in eine Wiese gelegt hat. 

Wenn ich einen jungen Menschen vor mir habe, der zum ersten Mal jemanden anderen Schmuck schenken möchte, lasse ich das gerne einfließen. Ein Ring hat stets Bedeutung. Zu stark sind  die Assoziationen dazu: Siegelring, Ehering, Verlobungsring. Da schenkt man nicht zufällig einen Ring.

Das gilt sogar – oder vor allem für den Plastikring aus dem Automaten. So frage ich immer danach und setze den vielleicht unerfahrenen Schenker in spe in Kenntnis. Keine zweite Chance für das erste Schmuckgeschenk. Das soll passen.

In unserer Werkstatt arbeiten wir und stellen in unserem Atelier vor allem zwei verschiedene Arten von Ringe aus:

Den Schmuckring, den Verlobungsring und den Trauring bzw. Ehering.

Natürlich auch zum Beispiel Siegelringe – die aber speziell auf Kundenwunsch angefertigt werden, denn jeder Finger ist anders.

Der Schmuckring begeistert jetzt, unmittelbar. Er drückt für mich etwas aus, das für mich im Moment Geltung hat. Die Wahl der Materialien kann dennoch in die Zukunft reichen. Damit kommt man an Platin und Gold, Diamanten und Saphire oder Rubine kaum herum – sofern es für den Alltag sein soll. Alle Edelsteine können getragen werden und haben seinen festen Platz bei jedem Menschen. Die geraden genannten sind schlichtweg die stabilsten. Diamant mit seinen verschiedenen Schliffarten ist der König der Edelsteine. Genauso edel sind jedoch auch Saphire und Rubine, aber etwas weicher. So sollte man darauf achten, wie ein Schmuckring getragen wird. Alltags oder zu speziellen Anlässen? Daraus ergibt sich die nötige Stabilität.

Auch wünscht man sich bei einem Schmuckring, den man aus rein ästhetischen Gründen kauft, dass er so bleibt wie er ist. Da kann man uns Goldschmiede wieder aufsuchen, damit wir das gute Stück reinigen und wo nötig im Design auffrischen. Auch wird dabei auf den Sitz der Edelsteine geachtet. Nicht, dass diese plötzlich auf der Straße liegen. Vom umgebenen Edelmetall festgehalten (nicht geklebt) passiert das normalerweise nicht, aber der Alltag sieht anderes vor für unsere Schätze.

Natürlich werden Schmuckringe auch zu Anlässen geschenkt. Entweder an sich oder an andere. Unbenommen steht Schmuck als Erinnerung an bestimmte Anlässe ganz hoch im Kurs der Geschenke. Das kann – bewusst vom Beschenkten wahrgenommen – das Schmuckstück zur Firmung, der Konfirmation, dem Schulabschluss, Abitur, oder auch der bestandenen Berufsausbildung oder des Studienabschlusses sein. Aber gerne werden auch Täuflinge bedacht. Hierbei achte ich darauf, dass die Gestaltung nachhaltig gewählt ist, damit das Baby auch in höherem Alter etwas davon hat. Meist wird es dann nicht der kleine Taufring.

Wohl aber der größte Anlass ist die Liebe! Hier finden wir tolle Gestaltungen, die oft bestimmte Themen aus dem Leben der Menschen beinhalten. Da geht es um Symbole, Schriftzeichen, Verwendung von bestimmten Materialien. Oft als Paargeschenke aber immer wieder auch ganze Familien bedenkend, kommt hier ein reicher Schatz an Ideen zusammen. Für eine Familie durften es mal sogar vier Ringe aus einer von uns so geliebten ZEUSKUGEL sein. Oder ein Kurs, in dem 5 Familienmitglieder (von 6 bis 52 Jahre alt) gemeinsam je einen Ring selber schmiedeten, die dann der Mutter zum 50ten Geburtstag geschenkt wurden. Der Mutter flossen die Tränen bei der Abholung.

Schmuckringe sind eine Kombination aus Kür und Pflicht. Die Pflicht besteht daraus, dass der Ring irgendwie mindestens an einem Finger bleiben muss. Meist gelingt das, in dem die Ringschiene ganz oder zu einem Teil um einen Finger herum läuft. Aber es gibt auch Lösungen, bei denen diese Pflicht kaum erkennbar ist, so raffiniert wird das Auge verführt. Wie soll der Ring am Finger passen.

Kugel
Kugel

Wohl aber der größte Anlass ist die Liebe! Hier finden wir tolle Gestaltungen, die oft bestimmte Themen aus dem Leben der Menschen beinhalten. Da geht es um Symbole, Schriftzeichen, Verwendung von bestimmten Materialien. Oft als Paargeschenke aber immer wieder auch ganze Familien bedenkend, kommt hier ein reicher Schatz an Ideen zusammen. Für eine Familie durften es mal sogar vier Ringe aus einer von uns so geliebten ZEUSKUGEL sein. Oder die Trauringe selber schmieden, in einem Trauringkurs, in dem 5 Familienmitglieder (von 6 bis 52 Jahre alt) gemeinsam je einen Ring schmiedeten, die dann der Mutter zum 50ten Geburtstag geschenkt wurden. Der Mutter flossen die Tränen bei der Abholung.

Schmuckringe sind eine Kombination aus Kür und Pflicht. Die Pflicht besteht daraus, dass der Ring irgendwie mindestens an einem Finger bleiben muss. Meist gelingt das, in dem die Ringschiene ganz oder zu einem Teil um einen Finger herum läuft. Aber es gibt auch Lösungen, bei denen diese Pflicht kaum erkennbar ist, so raffiniert wird das Auge verführt. Wie soll der Ring am Finger passen.

Zunächst entscheidet das eigene Wohlgefühl. Dieses sollte begleitet sein von einem festen Sitz am Finger. Dieser soll so fest sein, dass er mit etwas Widerstand über die stärkste Stelle ziehbar ist. Je weniger Widerstand der Finger durch seine natürlich Form dem Ring beim aufstreifen entgegenbringt, desto fester muss der Ring an der Stelle sein, an der er dann zur Ruhe kommen soll. Weiter ist zu beachten, dass Belastung der Hände, die Temperatur (Sommer, Winter), Veränderung der Lebensgewohnheiten und Arzneimittel die Finger verändern können. Gerade auf die ersten Aspekte sollte beim probieren Rücksicht genommen werden. Im Sommer sollten die Ringe etwas feste sitzen. Im Winter etwas lockerer. Ich bin naturgemäß Fan von Edelmetallringen. Sie haben den Vorteil, dass sie in der Weite gut geändert und im Notfall auch mittels Werkzeuge auch abgenommen werden können. Das ist bei Stahlringen oder Carbonringen eher schwierig und kann zu Verletzungen am Finger führen, falls dieser anschwillt.

Princess Snow White Rose
Princess Snow White Rose

Uns gestaltende Goldschmiede interessiert natürlich, wie elegant oder szenisch oder einem Thema nützend, der ganze Ring gestaltet werden kann. 

Ich sage immer, es darf keinen Quadratmillimeter geben, der nicht bewusst gestaltet ist. Es muss entschieden sein, was an welcher Stelle passiert und darf nicht dem Zufall geschuldet sein. 

Selbst wenn wir auch mal aus der Hand heraus intuitiv gestalten, wird das nicht passieren.

Oft gibt es einen Ringkopf, ein Ringoberteil. Dann darf der Rest des Ringes passend dazu gewählt sein. Aber nie soll es so aussehen, als wenn der Ringkopf nur aufgeklebt ist an etwas, das zufällig am Finger befestigt ist. Das kann dennoch eine einfache, schmale Ringschiene sein. Die zum Beispiel eine Perle trägt. Oder eine leichte Edelsteinfassung. Oder gemeinsam mit weiteren schmalen Ringen eine Gemeinschaft darstellt.

Wenn es der Anlass erlaubt, schätzen wir uns glücklich, den Ring ringsherum stark zu gestalten. Dann suche ich nach Lösungen, die Oberfläche besonders zu gestalten. Oft verwende ich dazu eigens hergestellte Werkzeuge, welche die Welt noch nicht gesehen hat. Dabei bleibt es nicht nur an der Oberfläche sondern taucht auch mal in die Tiefe ab, sodass stark profilierte Oberflächen entstehen. Zerklüftet oder auch symmetrisch das Material aufbricht, um unser Auge zu verleiten. Wenn es darum geht, ein Thema am Ringkopf in den Mittelpunkt zu rücken ist freilich eine eher zurückhaltende Fassung und Ringschiene zu wählen. Das kann ein wunderschöner Edelstein sein, dessen Schliff durch anderes als eine wuchtige Ringschiene begleitet wird. Das kann eine geschickt geformte Fassung sein, oder die Unterseite des Edelsteins gewinnbringend für den Stein gestaltet sein.

Der gesamte Stil ist zu beachten. Romantisch, barock, voll, aus allen Register ziehend, herzlich, grazil? Ein Wiener Walzer am Finger. Oder klar, kühl, geometrisch, auf den Punkt gebracht. Klare Kante sozusagen. Alles hat seine Berechtigung – am richtigen Platz, zur richtigen Zeit.

Keine Regel ohne Ausnahme. So wie ein Halogenlichtsystem in einer Barockkirche gestattet ist, kann man auch im Schmuck Stilelemente kombinieren. Es darf aber nicht zufällig wirken. Der Kontrast muss gewollt erkennbar sein. So wie man sich eine Rose etwas besser in Gelbgold als in Platin oder Zement vorstellen kann.

 

Eine Dame mit ausgewählten Schmuck zu sehen, ist eine Augenweide. Hier können Lebenslage, Gefühlslage, Statement und Gestaltungswille zum Ausdruck gebracht werden. Schmuck bringt man etwas mehr mit der weiblichen Welt in Verbindung. Vielleicht unterstellt man hier aufgrund unserer Kultur eher den Aspekt von Kultivierung des Inneren und des Äußeren.

Spätestens jedoch seit dem späten 20. Jahrhundert beschäftigt sich auch ein Großteil der Männer mit diesen Aspekten, die uns alle Menschen gemein sind. Zweifelsohne gestalte ich gerne für alle Menschen. Denn jedes Individuum bringt seine eigene Welt mit.

Ein Ring oder mehrere an einer Hand oder beiden Händen?

Das kommt darauf an. Meist fordert die Achtsamkeit, der Fokus, nur wenige Schmuckstücke an einer Hand. Aber natürlich können sich mehrere geschickt angeordnete zu einem Potpourri ordnen. Alles liegt am Geschick der Trägerin.

Ist der Anlass entsprechend, kann auch lediglich ein Ring zur Gänze ein Volltreffer sein. Zum Beispiel der zu dem Anlass geschenkte Ring. Oder mit einem bestimmten Symbol. Sicher fordert auch der Rahmen, in dem man sich bewegt auch mal einen bestimmten oder auch weniger Schmuck. Bis hin zu keinem Schmuck. Nichts Schlimmeres, als sich so einen Fauxpas zu erlauben wenn kein Schmuck das richtige wäre.

arten von schmuck
arten von schmuck
Schmuck für Männer ein besonderes Gestaltungsfeld

Männer und Ringe

Oder Ringe und Männer?

 

Ein klassisch geprägter Stil eines Herrn dürfte im wesentlichen von Ehering und Siegelring – soweit vorhanden – begleitet werden. Hier sind die Möglichkeiten eher begrenzt. Weiten sich aber über Manschettenknöpfe hin zum gesamten Auftreten und der Kleidung aus. Anlehnungen daran können einzelne starke Ringe sein. Kombiniert mit einem Armband oder Armreif, tendenziell maskulin gearbeitet, zunehmend aber auch nach Lust und Laune. Aber immer auch einem Anlass entsprechend, falls angezeigt.

Die Grenzen sind heute fließend. So kann durchaus ein eleganter Mann mehrere Ringe tragen, sofern sie zu seinem restlichen Stil passend sind. Auch hier eine wunderbare Möglichkeit, an den Händen ein zusätzliches Gestaltungsfeld zu finden.

Für alle Menschen gilt: die Hände sind die Visitenkarte des eigenen Seins. Sie zeigen und gehen am ehesten nach Außen. Wie ich hier gestalterisch „Hand anlege“ möchte bedacht sein.

 

Ringe für die neue Lebensphase

Eheringe, Partnerringe und Verlobungsringe

Trauringe Zeuskugel

Da stehen große Schritte an. Man verlässt seine bisherige Lebensphase, eine neue entsteht. 

Ich schätze mich glücklich unzählige Menschen dabei begleiten zu dürfen. Wohlwissend, dass wir den Teil beitragen, der nicht nur alles Zeiten überstehen soll, sondern auch mit am meisten direkt am Menschen getragen wird. Mit Stolz und Würdigung. Und das zurecht. 

Sich ganz auf eine gemeinsame Zeit einzulassen zeigt, dass man an Reife dazu gewonnen hat. Es von einem egozentriert geführten Leben hin zu einem vielleicht sogar familiären Geschöpf wird. Man ist selbständig genug geworden, um sich nicht mehr nur um sich zu kümmern.

Gerade am Anfang bestehen noch Unsicherheiten, wie das alles werden könnte. Im Bereich der dazugehörigen Ringe können wir grundlegendes mit auf den Weg geben. Es beginnt oft mit einem Verlobungsring. Meistens sucht uns eine Einzelperson auf, um dieses Thema zu besprechen. Die Kunst ist es nun, aus der Summe an Möglichkeiten, das genau Richtige für sie oder ihn zu gestalten oder auszusuchen. Sowohl hier, als auch bei den anderen Arten der Partnerringe gilt:
Das Statement zählt.

Über die Jahre und von Außen betrachtet, werden diese Ringe zunächst immer als Statements wahrgenommen. Erst dann kommt die Gestaltung. So sehr wir also die Dialoge über die Gestaltung schätzen und würdigen – am Ende sollen sie zu den Menschen passen – Vorrang hat immer die Bedeutung.

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